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Kamin FAQ

Kamin FAQ: Was ist beim Kauf und Betrieb von Kaminöfen zu beachten?

Wir haben fuer Sie die haeufigsten Fragen zusammengestellt.

 

Die Betriebnahme von Kaminöfen

Der Kaminofen - Flair im Haus oder Wohnung

Ein loderndes Feuer, das entspannende Knistern und Wärme. Was in gewissen Resturants auf einem Bildschirm passiert, um Stimmung zu erzeugen, können Sie natürlich in natura in ihrem Haus oder in Ihrer Wohnung genießen. Nämlich, durch einen Kaminofen. Die Kolosse gibt es in unzählen Varianten und so hat jeder die Möglichkeit, mit dem entsprechenden Geld im Portmonaie, Flair und Stimmung zuhause genießen zu können. Das ist sehr stimmungsvoll, allerdings gibt es hier einige Dinge im Vorfeld zu beachten. Natürlich ist der Kauf eines solchen Kaminofens einerseits finanziell eine Anschaffung, die hinterfragt werden muss. Natürlich gibt es auch Varianten, welche vergleichsweise alles andere als teuer sind. Jedoch ist eine gewisse Summe nötig, wenn am Ende der Kaminofen auch entsprechende Qualität besitzen soll. Und hier ist bereits ein gewisses Startkaptiel notwendig. Die Frage nach dem Geld ist zu Eingang die Frage, die gestellt werden muss. Dennoch gibt es natürlich entsprechend andere Faktoren, die ins Auge gefasst werden müssen, um am Ende ein frustfreies Betreiben eines Kaminofenes in Haus und Wohnung gewährleisten zu können. Damit Sie am Ende nicht die Gefahr laufen, etwas vor dem Kauf übersehen zu haben, legen wir Ihnen nachfolgend einige Punkte offen, die vor dem Kauf beachtet werden sollten.

Kaminöfen und bauliche Vorraussetzungen

Ein sehr wichtiger Aspekt, egal ob in Wohnung oder Haus, ist die Betrachtung der baulichen Möglichkeiten. Die Abgabe müssen natürlich nicht draußen geleitet werden. Daher ist es essentiell wichtig, vor dem Kauf, bereits sich entsprechende Informationen zu holen. Hier empfiehlt sich der Gang zum örtlichen Schornsteinfeger. Dabei gibt es einige Punkte, die man dem Feger abgeklärt werden müssen. Hier ist es wichig zu erwähnen, in der Regel werden solche erstmaligen Bertaungsgespräche kostenlos durchgeführt. Einerseits muss geklärt werden, ob eine Sanierung im Vorfeld notwendig ist. Gerade in einem Haus, egal ob Eigentum oder Mietshaus, gibt es gut und gerne Schornsteine, welche schlichtweg einen zuverlässigen Rauchabzug gewährleisten können, da sie schlichtweg in die Jahre gekommen sind. Notfalls müssen hier Sanierungen unternommen werden, um auf den aktuellsten Stand baulich gesehen zu kommen. Ein qualitativer und zuverlässiger Schornsteinfeger erkennt jedoch schnell, ob hier Sanierungsbedarf oder, ob dies nicht notwendig. Was in jedem Falle notwendig sein wird, ist das regelmäßige Bestellen eines Schornsteinfegers. Da sich durch die zunehmende Verwendung eines Kaminofens Ruß absetzt, ist die regelmäßige Reinigung notwendig. Das bedeutet also, ein Schornsteinfeger ist unerlässlich. Natürlich gibt es hier vorallem um die Kosten. Als Regel gilt, je häufiger der Feger ausrücken muss, desto höher fallen die Kosten am Ende aus. Hier lässt sich insgesamt jedoch schnell ein entsprechendes Angebot einholen.

Der finanzielle Aspekt

Ein weiterer Faktor, der beachtet werden muss, ist auch bei den Finanzen angesiedelt. Natürlich muss ein Kaminofen auch entsprechend eingebaut werden. Da die Anzahl an Firmen, welche solch einen Einbau und solch eine Einrichtung vornehmen, nicht gerade gering ist, sollten vor dem Kauf Angebote eingeholt und verglichen werden. In der Regel werden die Einzelteile, wie z.B Rohre, beim Kauf mitgeliefert. Es gibt jedoch auch durchaus Modelle, bei denen die Teile extra gekauft werden müssen. Wenn die Teile entsprechend zum Ofen passen, ist es vorallem günstiger, diese einzeln zu erwerben. Das bedeutet, Sie stellen sich den Kaminofen aus Einzelteilen zusammen. Dies funktioniert jedoch natürlich nur dann, wenn die Teile aufeinander abgestimmt sind und zusammen passen. Beim Kauf im Fachhandel, gibt die Beratung Aufschluss.

Das Zubehör für den Kaminofen

Weiteres Zubehör wird benötigt, um vorallem eine sichere Benutzung des Kaminofens zu gewährleisten. Zum einen, wäre hier die Unterlage. Da während der aktiven Benutzung gut und gerne eine hohe Temperatur entstehen kann, ist eine feuerfeste Unterlage Gebot der Stunde. Entpsrechende Unterlagen gibt es im Fachhandel zu erwerben. Auch ein Schutz vor Funken, ist ebenfalls essentiell notwendig. Nicht jeder Kaminofen passt in jedes Zimmer. Da, in Abhängigkeit von der Größe, unterschiedliche Modelle unterschiedlich stark Wärme entwickeln, ist die Größe des Ofens so zu wählen, dass er in den Raum passt, ein entsprechender Sicherheitsabstand zur Wand ist notwendig.

Natürlich steht neben den baulichen Vorraussetzungen noch die Frage nach dem Material im Raum, mit dem der Ofen angeheizt werden soll. Von klassischen Holzscheiten, bis hin zu Palletts, gibt es eine große Anzahl an Material, mit dem der Ofen befeuert wird. Vorallem in finanzieller Hinsicht, ist ein Vergleich sinnvoll.

Zubehör, welches in jedem Fall unerlässlich für die Benutzung ist, ist Ofenbesteck und eine Schale für das Kaminholz. So liegt alles griffbereit parat, um einerseits das Brennmaterial in den Ofen einfüllen und vorallem auch nachher entsorgen zu können.

Die Benutzung des Kaminofens

In der Praxis gibt es natürlich auch einiges zu beachten. So sollten Sie vorallem darauf achten, nachdem das Brennmaterial eingefüllt wurde, den Grill zu verschließen. Denn so wird die Gefahr reduziert, dass Sie sich verbrennen. Und vorallem reduzieren Sie so die Gefahr schädlicher Gase. Durch die Verbrennung im Ofen, werden Verbrennungsprodukte freigesetzt, welche durch den Abzug aus dem Haus transportiert werden. Geschieht dies nicht und werden die Abgase durch einen nicht verschlossenen Ofen in den Raum abgegeben, droht Gefahr. Kohlenmonoxid unterbricht die Sauerstoffzufuhr und kann lebensgefährlich sein. So ist es lebenswichtig, den Ofen zu verschließen, sodass die Abgase nach oben und nicht in den Raum abgegeben werden.
 

Brennraum-Geometrie

:: Informationen über die Brennraum-Geometrie

Um optimale Brennergebnisse zu erzielen, muss die Sekundärluft richtig dosiert und dort zugeführt werden, wo eine hohe Umgebungstemperatur (> 500°C) vorhanden ist.
Nur dann ist eine einwandfreie Reaktion des Sauerstoffs mit dem noch nicht nachverbrannten Rauchgasen möglich (Oxidation).
Die Brennräume sind daher häufig mit Wehalite- oder Skamolplatten ausgekleidet, welche den Brennraum so isolieren, dass beinahe den ganzen Brennvorgang über die notwendigen Temperaturen erreicht werden.
Beide Werkstoffe bestehen aus hochdruckgepressten Verniculite (einem glimmerartigen Naturprodukt).
Schamottplatten müssten fast dreimal so dick ausgelegt werden, um den selben Effekt zu erzielen.
Durch die hohen Temperaturen entstehen auf den Oberflächen der Schutzplatten so gut wie keine Rußablagerungen.
Geringe Ablagerungen brennen sich selbst wieder frei.
Eine mechanische Reinigung ist nicht erforderlich und sollte sogar vermieden werden, da sonst Beschädigungen an der Oberfläche entstehen könnten.
Beim Beschicken mit Brennstoff (Holzscheiten) ist darauf zu achten, dass die Holzscheite nicht zu fest gegen die Platten gelegt werden.

Schamotte gebrochen?

:: Was tun, wenn die Schamotte gebrochen ist? In der Schamottierung von Öfen und Kaminen bilden sich oft Risse. Dies ist normal, wenn man bedenkt, dass an den Schamottsteinen Temperaturen von über 600°C entstehen können.
Die hohen Temperaturen sorgen für optimale Nachverbrennung der Abgase und verhindern Kondensation und Teerbildung im Brennraum. Kritisch wird es erst, wenn sich Teile der Schamottierung herauslösen und in den Ofen fallen. Dies könnte zu Schäden am Mantel der Feuerstätte oder (bei einem Kaminofen / Kamin) zu übermäßiger Erwärmung der Gebäuderückwand kommen.

Holzverbrennung?

:: Was man über die Holzverbrennung wissen sollte
  • Holz verbrennt zu 80% als Gas, demnach ist Holz eigentlich ein "gasförmiger" Brennstoff.
  • Chemisch betrachtet, ist die Holzverbrennung ein radikaler Vorgang, der eigentlich nur schwer zu steuern ist. Bei der Verbrennung unterscheidet man Primär- und Sekundärluft.
  • Primärluft wird unmittelbar dem Verbrennungsort zugeführt.
  • Aber 80% des Holzes verbrennen oberhalb des Verbrennungsortes - die dort zugeführte Luft ist die Sekundärluft.
  • Holz verbrennt in 3 Phasen:
    • 1. Trocknungsphase
    • 2. Entgasungsphase
    • 3. Oxidationsphase
  • Holz, das 2 Jahre getrocknet wurde, hat den doppelten Heizwert im Vergleich zu frisch geschlagenem Holz aus dem Wald.

Holz ''brennt'' nicht?

:: Was tun, wenn das Holz nicht gänzlich verbrennt?

Wenn das Brennholz nicht gänzlich trocken in das Feuer gelegt wird, verbrennt nur ein Teil, welcher direkt im Glutbett des vorhandenen Feuers gelegen hat. Der Rest erlischt, sobald die zusätzliche Wärmequelle versiegt (siehe auch: Holzlagerung).

Eine weitere Ursache kann entweder die Konstruktion der Feuerstätte oder eine Fehlbedienung sein. Holz sollte bei der Verbrennung möglichst keine Luft von unten (über den Rost) bekommen. Die Holzstücke werden, sobald sie direkt über dem Rost liegen, regelrecht weggebrannt. Die Enden bleiben nachher unverbrannt liegen. Optimal ist die Verbrennung in einem Glutbett (wie bei einem Lagerfeuer).
Die Verbrennungsluft kommt von oben und von den Seiten.

Zum Anheizen muss man üblicherweise Luft von unten zugeben (Primärluft), damit das Holz anbrennt. Danach sollte man möglichst schnell die untere Luftzuführung schließen und nur noch mit der Sekundärluft (Luft von oben) regeln. Bei einem guten Kaminofen bleibt so auch die Scheibe sauber.

Ofen ''zieht'' nicht?

:: Was tun, wenn der Kaminofen nicht richtig 'zieht'?

Wenn der Ofen keinen vernünftigen Durchzug hat, liegt die Ursache meistens in einem verschmutzten Verbindungsstück oder am Schornstein. Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht. Beim Anheizen drückt ihn oft Rauch zurück, weil der Schornstein noch keine Wärme bekommen hat.
Ein Schornstein 'zieht' nur, wenn er innen wärmer ist als außen. Insbesondere Schornsteine, die an der Außenwand hochgeführt worden sind, brauchen erst einen kleinen 'Anschwung'. Hier hilft im Notfall 'Omas Hausmittelchen': Etwas Papier in die untere Reinigungsöffnung legen und anzünden. Danach kann man den eben erzeugten Auftrieb für den Anheizvorgang nutzen.
Es kann auch vorkommen, dass der Querschnitt des Schornsteines nicht ausreichend bzw. die Ofentür zu groß ist.

Richtig Heizen?

:: Worauf man beim Beheizen des Ofens mit Holz achten sollte
  • Primär- und Sekundärluft maximal öffnen! (Achten Sie auch darauf, dass die ggf. in Ihrem Verbindungsstück eingebaute Drosselklappe ganz geöffnet ist).
  • Zwei bis drei Anzündwürfel auf den Rost legen, darauf Reisig oder kleine Holzstücke.
  • Die Würfel entzünden und die Feuertür zunächst nur anlehnen (nicht ganz schließen), damit die Rauchgase nicht gleich an der Sichtscheibe kondensieren können. So wird das schnelle Beschlagen von Sichtscheiben vermieden.
  • Öffnen Sie beim Nachlegen von Brennstoff die relativ große Tür vorsichtig, damit keine Rauchgase durch die Sog-Wirkung in den Wohnraum ziehen können.
  • Legen Sie nur soviel Brennstoff auf, wie in der Bedienungsanleitung angegeben wird.
  • Hat Ihr Ofen Betriebstemperatur erreicht, schließen Sie die Primärluft stufenweise nur so weit, dass Sie noch „lebhafte Flammen“ beobachten können.
  • Es wird empfohlen, die Sekundärluft ganz geöffnet zu lassen, damit möglichst viel „Scheibenspülluft“ ein Beschlagen der Sichtscheibe verhindert.
  • Regeln Sie möglichst Ihren Wärmebedarf mit der Aufgabemenge des Brennstoffs.
  • Zu unnötiger Umweltbelastung sowie zu starker Verschmutzung des Feuerraums, der Sichtscheibe und der Rauchgaszüge führt ein zu starker Drosselbetrieb, der daher vermieden werden sollte.

Rußfilter?

:: Muss man sich einen Feinstaubfilter zulegen, oder nicht?

Aufgrund der neuen Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung (BImSchVo) kann eine Nachrüstung für Kaminöfen oder ein Gerätetausch anstehen.
Dies betrifft jedoch nicht alle Öfen, da diese vorher auf ihre Feinstaubemissionen überprüft werden und aus den ermittelten Werten hervorgeht, wie weiter verfahren wird. Diese Kontrolle wird auch mit Pelletöfen durchgeführt, Grundöfen, Kochherde sowie Backöfen unterliegen gar keiner Prüfung!
Die Prüfung der einzelnen Geräte lässt sich in 4 Stufen unterteilen:
  • Stufe 1: Für alle Geräte ab 1974 oder früher, tritt im Jahr 2014 in Kraft.
  • Stufe 2: Für alle Geräte von 1975-1984, tritt im Jahr 2017 in Kraft.
  • Stufe 3: Für alle Geräte von 1985-1994, tritt im Jahr 2020 in Kraft.
  • Stufe 4: Für alle neu erworbenen Geräte, tritt im Jahr 2024 in Kraft.
Bis zu den oben genannten Terminen haben Kaminofen-Besitzer Zeit, zusammen mit ihrem Schornsteinfeger den Schadstoffausstoß des Ofens zu messen.
Liegt dieser Wert unterhalb von 20 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, benötigen Sie keinen Rußfilter. Liegt er jedoch überhalb von 20 Milligramm, muss ein Rußfilter eingebaut werden. Generell kann man sagen, dass alle neuen Kaminöfen eine geringe Emission haben und somit keinen Filter benötigen.

Förderung?

:: Informationen über die staatliche Pelletofen Förderung bis zum 31.12.09

Die 'Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt' (BAFA) vom 20.02.2009 besagen, dass der Käufer eines Pelletofess einen Zuschuss erhalten soll.
Notwendig hierzu ist lediglich das Stellen eines Antrag beim BAFA. Den Antrag erhalten Sie hier:
BAFA Pelletofen Förderung
Seit dem 01.07.09 erhalten Käufer von luftgeführten Pelletöfen ab 5 kW (Warmluftgeräte) pauschal 500 € Förderung. Hierbei ist zu beachten, dass der erhaltene Zuschuss jedoch höchstens 20% von den Nettoinvestitionskosten betragen darf.
Ein Pelletofen mit Wassertasche ab 5 kW wird mit 36 € pro kW, jedoch mindestens mit 1000 € gefördert.
Des Weiteren werden von den bereits genannten Förderbeiträgen 25% abgezogen, sollte der Pelletofen in einem Neubau aufgestellt werden.

Diese Förderung gilt vorerst nur bis zum 31.12.2009 und wird im kommenden Jahr möglicherweise angepasst.

Rauch beim Nachlegen?

:: Was kann man gegen eine starke Rauchentwicklung beim Nachlegen von Holz tun? Dieses Problem tritt oft bei Kaminöfen mit großen Türöffnungen auf. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, muss der Schornstein plötzlich die achtfache Luftmenge fördern, um im gesamten Türöffnungsbereich einen Unterdruck zu erzeugen. Der Schornstein ist hierzu nur in der Lage, wenn er einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Länge hat.
Bitte lassen Siedeshalb vor dem Kauf eines Ofens vom Schornsteinfeger prüfen, ob der Schornstein für einen Kamin mit Panoramascheibe (freier Querschnitt bei geöffneter Tür über 1200cm²) geeignet ist. Falls dies nicht der Fall ist, kann man auf Öfen mit geteilter oder kleinerer Tür ausweichen. Haben Sie bereits den 'falschen' Ofen im Wohnzimmer stehen, helfen manchmal auch folgende Tipps:
  • Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht.
  • Öffnen Sie die Tür erst einen Spalt weit und warten Sie ein paar Sekunden, bevor siedann die Tür ganz langsam und so weit wie nötig öffnen um das Holz nachlegen zu können.
  • Legen Sie das Holz ganz nach hinten quer in den Brennraum und benutzen Sie dazu eine Zange.
  • Grundsätzlich wirkt sich ein senkrechter Rauchgasabgang nach oben positiver auf die Funktioneines Ofens aus, als ein Abgang nach hinten.
  • Prüfen Sie, ob das Verbindungsstück zwischen Ofen und Schornstein sauber ist.

Verschmutzte Scheiben?

:: Wie kann man einen Ofen optimal feuern, ohne verschmutzte Scheiben zu haben?

Ein häufiges Problem bei Kaminöfen und Kaminen mit Glastüren ist, dass die Abgase an der kalten Scheibe kondensieren und die innere Oberfläche schwarz färben.
Erste Regel: Legen Sie das Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand. Legen Sie die Holzscheite immer quer in den Ofen, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (an den Stirnseiten tritt das meiste Holzgas aus!). Verwenden Sie nur trockenes, unbehandeltes Holz (keinen Holzabfall).

Gut konstruierte Feuerstätten verhindern die Schwärzung der Scheiben durch geschickt vorgeheizte Verbrennungsluft, die von innen an der Scheibe entlanggeführt wird (Sekundärluft). Dieses System funktioniert aber nur, wenn gleichzeitig die Primärluft (Luftführung durch die Ascheschublade bis unter die Flamme) weitgedrosselt oder ganz geschlossen wird. Die Primärluft bleibt also nur während der Anheizphase geöffnet.

Manchmal nützen auch diese Tipps nichts, dann ist Ihr Ofen entweder undicht ('Falschluft' pfeift unkontrolliert durch Türen und Ascheschublade in den Brennraum) oder Ihr Ofen ist konstruktiv nicht mit einer funktionsfähigen'Scheibenspülung' ausgestattet:
Sekundärluftschieber im Bereich des Scheibenrahmens lassen nur kalte Luftschleier zur Scheibe gelangen und halten die Scheibe meist nur stellenweise durchsichtig. Es gibt auch Öfen, an denen die Sekundärluft nicht geregelt werden kann.
Hier hilft nur eine Drosselklappeim Abgasrohr, die bei zu starkem Schornsteinzug ein unkontrolliertes Abbrennen des Brennstoffes verhindert. Einige Ofen-Typen verzichten ganz auf eine Sekundärluftregelung. Diese Öfen sind für die Verbrennung von Holz kaum geeignet (eher für Brikett und Steinkohle) und werden in der Regel nicht mit einer Glastür ausgestattet.

Ofen sehr heiß?

:: Was tun, wenn das Holz 'zu schnell' verbrennt und der Ofen sehr heiß wird?

Die meisten Kaminöfen haben eine Wärmeleistung von ca. 6- 8 kW. Für ein durchschnittliches Wohnzimmer von 30m² viel zu viel (Wärmebedarf im Neubau bei -10°C = ca.2 kW). Die Folge ist eine Raumtemperatur von 30°C und mehr.
Sie sollten versuchen, weniger Holz aufzulegen und die Flamme klein zu halten.
Evtl. liegt das Problem auch an Ihrem Ofen: Wenn die Türdichtungen oder der Scheibenrahmen undicht sind, lässt sich der Ofen nicht mehr richtig drosseln. Wenn die Scheibe beim Antippen klappert, muss der Dichtrahmen nachgezogen werden. Die Türdichtung ist ein Verschleißteil und sollte regelmäßig auf Funktion geprüft werden. Der Türgriff sollte beim Verriegeln die Tür fest in die Dichtung drücken.
Die Ascheschublade muss am Anschlag vollständig abdichten.
Wenn alles nichts hilft, ist vielleicht die Tür verzogen oder der Kaminofen hat große Fertigungstoleranzen.
Dieses Problem tritt häufig bei sehr einfachen Kaminöfen mit geringer Qualität auf.

Raumheizvermögen?

:: Wie erreiche ich ein optimales Raumheizvermögen mit meinem Kaminofen?

Leistung nach DIN 18893 nach Ö-NORM M 7521
kW/h Dauerheizung m³ / Zeitheizung m³ maximal m³
4,0 88/53/35 56/35/22 90
4,5 105/63/41 71/43/28 100
4,7 113/67/45 72/44/29 100
5,0 124/73/48 75/46/30 110
5,5 144/84/56 88/53/34 120
5,8 160/90/60 101/57/38 130
6,0 170/98/67 108/62/42 140
6,5 186/107/73 118/68/46 160
7,0 205/120/82 124/73/48 180
7,5 225/132/90 114/84/56 200
8,0 250/145/98 165/95/65 230
10,0 340/220/130 225/132/90 300


Die Angabe des Raumheizvermögens soll dem Kunden eine Entscheidungshilfe für die Auswahl
der Leistungsgröße seines Kaminofens geben. Kaminöfen sollten für den jeweiligen
Aufstellraum keinesfalls zu groß ausgewählt werden. Zu große Geräte müssen ständig
gedrosselt werden und können dadurch nicht optimal ausbrennen. Folge ist, dass die
Sichtscheibe beschlägt und alle rauchgasführenden Teile durch kondensierende Rauchgase
verteeren können.

Das Raumheizvermögen eines Kaminofens wird entsprechend DIN18893 in 3 verschiedenen
Größen angegeben. Diese Angaben richten sich stark nach der Lage des Wohnraums, in dem der Kaminofen aufgestellt werden soll.

  • Günstigste Heizbedingungen ergeben Räume die nach Süden gerichtet sind und nur
    eine Außenwand haben.
  • Weniger günstige Heizbedingungen ergeben Räume mit nur einer Außenwand,
    aber unbeheizten Nebenräumen.
  • Ungünstige Heizbedingungen ergeben Räume mit 2 Außenwänden und Nordlage.


Die Faustformel lautet in etwa, dass Sie pro kW Nennwärmeleistung mindestens 15 - 20 m³
Wohnraum beheizen können.

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